Hallo Leute, ich bin total panisch! 😱 Habe gerade meine Blutwerte gekriegt und mein Parathormon (PTH) ist exakt 67,7 pg/ml! Der Normalwert ist doch bis 65 oder so, oder? Was bedeutet PTH 67,7 genau? Ich hab Nierenprobleme in der Familie, mein Kreatinin ist leicht erhöht auf 1,1 mg/dl, GFR um 70. Ist das der Anfang vom Ende? 🙏😭 Hilfeeeee, ich hab solche Angst! Habe ich Hyperparathyreoidismus? Oder was mit den Nieren? PTH 67,7, das klingt so hoch! Hab noch Kalzium 2,3 mmol/l, Phosphat normal. Aber PTH 67,7 macht mir Angst! Was bedeutet das bloß? Bin 45, weiblich, keine Symptome außer Müdigkeit. Doctor hat gesagt abwarten, aber ich flippe aus! PTH 67,7 pg/ml – google macht alles schlimmer, CKD stadium 3 oder so? Bitte helft mir, ich schlaf nicht mehr! 😢 Hat jemand PTH genau 67,7 gehabt und was war los? Ich nehm keine Medis, esse normal. Hilfe, PTH 67,7!!!!!
Oh @UniqueUsername123, du bist nicht allein! 😔 Hab das auch durchgemacht, totale Angst vor den Werten. PTH leicht erhöht ist super stressig, aber atme tief durch ❤️. Warte auf den Doc, oft harmlos. Viel Kraft!
> PTH 67,7 pg/ml – google macht alles schlimmer
Bei mir war es genau 67,7 auch! Hatte CKD Stadium 3a, GFR 65. Sekundärer Hyperparathyreoidismus durch Vit-D-Mangel. Nach Ergänzung runter auf 45. Keine Panik, lass Kalzium/Phosphat checken und Nephro aufsuchen. Alles gut gekommen.
Hey, PTH 67,7 ist nur minimal über Norm (15-65 pg/ml). Im Nephro-Kontext oft bei früher Niereninsuffizienz. Was ist dein Albuminurie? Und 25-OH-VitD? @UniqueUsername123 antworte mal!
Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Cereceda Coto, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie mit über 22 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.
Zunächst einmal: Ein PTH-Wert von exakt 67,7 pg/ml (Referenzbereich typischerweise 15–65 pg/ml) ist eine leichte Elevation und muss im nephrologischen Kontext immer multivariat interpretiert werden. Parathormon (PTH) reguliert den Kalzium- und Phosphathaushalt und wird vor allem bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) relevant, da die Nieren eine zentrale Rolle in der Aktivierung von Vitamin D (1,25-Dihydroxyvitamin D) und der Phosphateliminierung spielen.
Interpretation von PTH 67,7 pg/ml: Dieser Wert liegt im oberen Normbereich bzw. leicht darüber und deutet häufig auf einen frühen sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) hin, insbesondere bei CKD-Stadien 3–4 (GFR 30–59 ml/min). Primärer HPT (Parathyreoidea-Adenom) ist bei solch niedriger Elevation unwahrscheinlich, da PTH dort meist >100 pg/ml liegt, oft mit Hyperkalzämie. Stattdessen typisch: Kompensatorische PTH-Steigerung durch relative Vitamin-D-Insuffizienz, Hyperphosphatämie oder Hypokalzämie.
Ursachen (Differentialdiagnose, DD) im Nephro-Fokus:
- CKD-assoziiert (häufigste Ursache): Verminderte 1,25-VitD-Synthese → ↓ intestinale Kalziumresorption → PTH↑. Phosphatretention bei GFR↓ verstärkt dies (CKD-mineral bone disorder, CKD-MBD).
- Vitamin-D-Mangel (25-OH-VitD
- Medikamenteninduziert: Lithium, Thiazide, Loop-Diuretika.
- Seltener: Pseudohypoparathyreoidismus, familiäre hypokalzämische Hyperkalzämie, Tumor-assoziierter sHPT.
- Ausgeschlossen werden: Analytische Fehler (intakter vs. biointakter PTH-Assay), Saisonalvariationen.
Nächste diagnostische Schritte:
- Erweiterte Labordiagnostik: Serum-Kalzium (total/ionisiert), Phosphat, 25-OH-VitD, 1,25-VitD, Magnesium, Alk-Phosphatase, Kreatinin (GFR-Berechnung CKD-EPI), Harnalbumin/Kreatinin-Quotient (ACR).
- Nierenbildgebung: Nieren-USG (Struktur, Zysten, Harnabflussstörung), ggf. MRT bei Verdacht auf obstruktive Uropathie.
- Knochendichtemessung (DXA): Bei persistierender Elevation, um Osteoporose/High-Turnover-Bone-Disease auszuschließen.
- Endokrinologie-Kooperation: PTHrP (Paraneoplasie?), Szintigraphie Parathyreoidea nur bei primärem Verdacht (hohes PTH + HyperCa).
Management und Therapie:
- Konservativ (1. Linie): Vitamin-D-Supplementation (Cholecalciferol 2000–4000 IE/d oder native VitD), Phosphatbinder (bei Hyperphosphatämie: Calciumacetat, Sevelamer), Kalzium 800–1200 mg/d aus Nahrung.
- Bei CKD 3+: CKD-MBD-Monitoring nach KDIGO-Guidelines: PTH-Ziel 2–9x Obergrenze bei Dialyse, bei früher CKD 35–70 pg/ml oft akzeptabel.
- Medikamentös: Aktive VitD-Analoga (Calcitriol 0,25–0,5 µg/d), Calcimimetika (Cinacalcet) bei refraktärem sHPT.
- Nierenschutz: ACE/ARB bei Proteinurie, Blutdruckkontrolle
- Lebensstil: Phosphatarme Ernährung (
Prognose: Exzellent bei früher Erkennung! PTH 67,7 bei GFR >60 oft reversibel durch Ursachenkorrektur. Bei fortschreitender CKD Risiko für Vaskalzifikation, Frakturen, aber mit Therapie verzögerbar. Regelmäßige Kontrollen (alle 3–6 Monate) essenziell. Keine Panik – das ist behandelbar!
Falls weitere Werte teilen, gerne nachsehen. Bitte immer Ihren Nephrologen konsultieren.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Danke Dr. med. Cereceda Coto! Super erklärt. @UniqueUsername123 hat geholfen?
UPDATE: Habe bei Nephrologen war, VitD war 18 ng/ml, GFR 68. PTH immer noch 67,7, aber starte VitD-Suppl. Kalzium ok. Danke Forum und Dr. med. Cereceda Coto! 😊
EDIT: Nach 1 Jahr VitD: PTH jetzt 52! Super!