Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Cereceda Coto, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie mit über 22 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.
Zunächst einmal: Ein PTH-Wert von exakt 135,3 pg/ml (Referenzbereich typischerweise 15–65 pg/ml) ist moderat erhöht und im nephrologischen Kontext hochrelevant. Dies deutet häufig auf einen sekundären Hyperparathyreoidismus (SHPT) hin, der bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) entsteht. Lassen Sie mich das Schritt für Schritt erklären.
Parathormon (PTH) reguliert Kalzium- und Phosphatstoffwechsel über die Nebenschilddrüsen. Bei 135,3 pg/ml liegt ein signifikanter Anstieg vor, der kompensatorisch sein kann: Die Nieren filtern weniger Phosphat aus, Vit D-Aktivierung stockt (1,25-OH-Vit D sinkt), Kalzium fällt – PTH steigt, um das auszugleichen. Ihr Kreatinin von 1,2 mg/dl (bei geschätzter GFR ~50–60 ml/min/1,73 m², CKD Stadium 3a) passt perfekt dazu.
1. Konservativ (CKD 1–3): Phosphatarme Diät (
2. Medikamentös: Phosphatbinder (z. B. Calciumcarbonat 500–1000 mg Mahlzeit, oder nicht-kalzämisch wie Sevelamer bei Hyperkalzämie). Calcimimetika (Cinacalcet 30–60 mg/Tag) bei PTH >9x Obergrenze oder Symptomen.
3. Fortgeschritten (CKD 4–5): Parathyreoidektomie bei refraktärem SHPT (PTH >800, Kalzium-Phosphat-Produkt >55).
Blutdruckkontrolle (ACE/ARB), CKD-Monitoring. Vermeiden: Überdos. Vit D (Hyperkalzämie-Risiko).
Bei früher Erkennung (wie hier) ausgezeichnet: PTH normalisiert sich oft bei CKD-Behandlung. Risiko: Vaskuläre Kalzifikationen, Frakturen, CKD-Progression. Regelmäßige Kontrollen verhindern Dialyse (bei Stadium 3: 1–2 %/Jahr Progressionsrate).
UniqueUsername123: Keine Panik – das ist behandelbar! Bringen Sie alle Werte mit zum Arzt. Bei Fragen: Nachfragen.
Quellen/Referenzen:
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Medizinisch geprüft: 27. November 2025 von Dr. med. Cereceda Coto
Dieser Beitrag spiegelt persönliche Erfahrungen und Fragen wider. Eine allgemeine medizinische Einordnung finden Sie hier: