Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Cereceda Coto, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie mit über 22 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.
Ein Serum-Natrium von exakt 155 mmol/l (Referenzbereich typischerweise 135–145 mmol/l) stellt eine milde bis moderate Hypernatriämie dar. Dies ist in der Nephrologie ein häufiges Szenario, das eine differenzierte Abklärung erfordert, da es auf eine Störung des Wasser- und Natriumbalances hinweist. Hypernatriämie entsteht primär durch einen relativen Wassermangel im Vergleich zu Natrium, was zu einer Hyperosmolarität führt (Serum-Osmolalität meist >295 mosm/kg).
Ursachen (Ätiologie): Die Hypernatriämie klassifiziert sich nach dem Volumenstatus:
Differentialdiagnose (DD): Wichtig sind Osmolalitätsmessung (Serum- und Urin-Osmolalität), Urin-Natrium (
Interpretation bei Natrium 155: Akut oft asymptomatisch oder mit Müdigkeit, Durst, Verwirrtheit. Chronisch: neurologische Symptome durch zelluläre Dehydration (Krämpfe bei >160). Risikofaktoren: Alter >65, Niereninsuffizienz (GFR
Nächste Schritte (Diagnostik):
Management/Therapie: Ziel: Natrium langsam senken (max. 0,5–1 mmol/l/h,
Prognose: Bei milder Hypernatriämie wie 155 und rascher Therapie exzellent (>95% symptomfrei). Chronisch schlechter bei DI (Rezidivrisiko 30–50%), aber managbar. Mortalität steigt bei >160 oder Komplikationen (bis 40%). Langfristig: Regelmäßige Kontrollen, Patientenschulung.
Konsultieren Sie umgehend einen Nephrologen! Ich empfehle stationäre Aufnahme bei Symptomen.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Quellen/Referenzen:
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Liebe Grüße, Steffi
Medizinisch geprüft: 14. Dezember 2025 von Dr. med. Cereceda Coto
Dieser Beitrag spiegelt persönliche Erfahrungen und Fragen wider. Eine allgemeine medizinische Einordnung finden Sie hier: