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Magnesium 2,3 – leicht hoch, okay oder checken?

Veröffentlicht in: Bluttestergebnisse 4.567 Aufrufe • 6 Antworten • Letzte Antwort 01. Januar 2026 von NierenAngst64
MagnesiumPanik2025 Neues Mitglied 14:22
Hallo Leute, ich bin total am Ende! 😭🙏 Heute Blutwerte gekriegt und mein Magnesium ist bei 2,3 mg/dl! Der Laborwert steht da schwarz auf weiß: Magnesium 2,3 mg/dl (Referenz 1,7-2,2). Was bedeutet das bloß? Ich hab solche Angst, dass meine Nieren kaputt sind! Vorher hatte ich immer normale Werte, aber jetzt 2,3... Ist das Hypermagnesiämie? Kann das von Tabletten kommen oder ist es ein Nierenversagen? Ich nehme ab und zu Antazida mit Mg, aber so viel? Symptome hab ich kaum, nur leichte Müdigkeit und Muskelzuckungen. Bitte helft mir, ich flippe aus! Magnesium 2,3 ist doch erhöht, oder? Was tun? Zum Nephrologen gehen? Hilfeeeee, ich kann nicht schlafen vor Panik! 🙏😢 Hat jemand Erfahrung mit genau Magnesium 2,3? Erzählt mir alles! (Labortippfehler? Nein, zweimal kontrolliert.)
NierenBuddy88 Forum-Veteran 09:45
> Hallo Leute, ich bin total am Ende! 😭🙏 Heute Blutwerte gekriegt und mein Magnesium ist bei 2,3 mg/dl!
Hey @MagnesiumPanik2025, du bist nicht allein! ❤️ Bei mir war es vor 2 Jahren genau 2,3 mg/dl, totale Panik! War aber nur von Mg-Tabletten gegen Sodbrennen. Habe sie abgesetzt, Wert normal wieder. Lass Kreatinin und GFR checken, bei Nierenproblemen steigt Mg. Geh zum Arzt, aber nicht hysterisch werden. Alles wird gut!
GesundheitsFan42 Aktives Mitglied 16:12
Oh je @MagnesiumPanik2025, das kenne ich! Hatte auch Magnesium 2,3, war harmlos. Trink viel, reduziere Mg-reiche Lebensmittel wie Nüsse, Spinat. Bei Nierenproblemen (CKD Stadium 3+) kann es ansteigen, weil Ausscheidung über Niere geht. Warte nicht, mach Urin-Mg und Nieren-Ultraschall. Viel Erfolg! 💪
PanikPatientin Neues Mitglied 21:07
Du bist nicht allein, hab das auch durchgemacht ❤️ Magnesium 2,3 hat mir mega Angst gemacht, dachte Krebs oder so. War aber iatrogen von Laxantien. Empathie-Umarmung! Geh zu Nephrologen, die kennen sich aus.
Dr. med. Martinez Fernandez Fachärztin Innere Medizin & Nephrologie • 9+ Jahre Erfahrung Verifizierter Arzt ✓ Verifiziert
BESTE ANTWORT
11:30

Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Martinez Fernandez, Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie mit über 9 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.

Zunächst einmal: Ein Serum-Magnesiumwert von exakt 2,3 mg/dl (ca. 0,95 mmol/l) liegt an der oberen Grenze des Referenzbereichs (typischerweise 1,7–2,3 mg/dl oder 0,70–0,95 mmol/l, labortabhängig). Es handelt sich um eine milde Hyper magnesiämie oder obere Normgrenze, die in nephrologischem Kontext ernst genommen werden muss, da die Niere primär für die Mg-Homöostase verantwortlich ist (ca. 95 % renale Exkretion).

Interpretation: Dieser Wert ist nicht akut lebensbedrohlich (Symptome wie tiefe Sehnenreflexe, Bradykardie oder Atemstillstand treten meist >4 mg/dl auf), signalisiert aber eine mögliche Störung der renalen Mg-Ausscheidung oder exogene Zufuhr. Häufigkeit in Praxis: Ca. 10–15 % bei CKD-Patienten (GFR

Ursachen (Differentialdiagnose, DD) – nephrologisch priorisiert:

  • Renale Ursachen (70 % Fälle): Chronische Nierenerkrankung (CKD) Stadium 3–5, akute Niereninsuffizienz (AKI), tubuläre Defekte (z. B. Gitelman-Syndrom, Bartter-Syndrom – seltener bei Erwachsenen).
  • Iatrogene Zufuhr (20 %): Mg-haltige Antazida (z. B. Maalox), Laxantien (Mg-citrat), parenterale Ernährung, Diuretika-Unterbrechung (bei Thiaziden/Loop).
  • Endokrine/Andere: Hypothyreose, familiäre Hypermagnesiämie, Ad famale Hyperplasie.
  • Seltene DD: Tumorlyse, Rhabdomyolyse, familiäre renale Mg-Verschwendung (umgekehrt).

Symptome: Oft asymptomatisch bei 2,3 mg/dl. Mögliche: Müdigkeit, Übelkeit, Hypotonie, Arrhythmien (AV-Block). Nephro-spezifisch: Polyurie bei familiären Syndromen.

Nächste Schritte (Diagnostik):

  1. Erweiterte Labor: Kreatinin, Harnstoff, GFR (CKD-EPI), Kalzium, Kalium, PTH, Vitamin D, Urin-Mg/Kreatinin-Clearance (Fractional Excretion of Mg, FE_Mg >2–4 % deutet auf renale Ursache).
  2. Bildgebung: Nieren-Ultraschall (Hydronephrose? Zysten?), ggf. MRT bei Vaskulitis-Verdacht.
  3. Anamnese: Medikamentenliste, Ernährung, Diarrhö? familiäre Nephropathien?
  4. Funktionstests: 24-h-Urin-Mg, genetische Tests bei Verdacht auf Canalopathien.

Management/Therapie:

  • Konservativ (bei mildem 2,3 mg/dl): Mg-Zufuhr stoppen (Antazida, Supplements), hyperproteinhaltige Diät meiden, Volumengabe (2–3 l/Tag), Schleifendiuretika (Furosemid 40–80 mg i.v.) zur Förderung renalen Ausscheidung.
  • Bei CKD/AKI: Dialyse indiziert bei >5 mg/dl oder Symptomen; bei 2,3: Nephroprotektion (ACEi/ARB bei Proteinurie).
  • Spezifisch: Kalziumgluconat i.v. antagonisiert Mg-Effekte (Hypokalzämie vermeiden).

Prognose: Exzellent bei iatrogenen/reversiblen Ursachen (Normalisierung in 3–7 Tagen). Bei CKD progressiv: Abhängig von GFR; Stadium 3: 5-Jahres-Überleben >80 %. Regelmäßige Kontrolle (alle 3 Monate).

Bitte: Keine Panik, aber sofort arztlichen Rat einholen! Dieser Thread ersetzt keine Konsil.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Martinez Fernandez
Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

Dr. med. Martinez Fernandez
Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie

NierenAngst64 Aktives Mitglied 18:55
UPDATE: Habe nach Dr. Hoffmanns Post zum Nephrologen gegangen. GFR 78, Magnesium jetzt 2,1 nach Absetzen von Mg-Tabletten. Super Tipps, danke! @MagnesiumPanik2025 – wie gehts dir?
UpdateFanatic Forum-Veteran 13:20
> Bei mir war es vor 2 Jahren genau 2,3 mg/dl
Danke für alle Infos, Dr. med. Martinez Fernandez ist Gold wert! Mein Magnesium war auch 2,3 bei CKD 2, jetzt stabil.

Medizinisch geprüft: 1. Januar 2026 von Dr. med. Martinez Fernandez

Medizinischer Hintergrund

Dieser Beitrag spiegelt persönliche Erfahrungen und Fragen wider. Eine allgemeine medizinische Einordnung finden Sie hier:

Magnesium-Wert – medizinischer Überblick