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Kreatininwert 3,44 – eher niedrig? Was bedeutet's?

Veröffentlicht in: Bluttestergebnisse 4.567 Aufrufe • 6 Antworten • Letzte Antwort 01. August 2025 von NierenKrieger88
UniqueUsername123 Neues Mitglied 21:17
Hallo Leute, ich bin total am Ende! 😭 Heute kam mein Blutbild zurück und mein Kreatinin ist 3,44 mg/dl! Das ist doch super hoch oder? Normal ist das doch unter 1,2 oder so? Ich hab solche Angst, dass meine Nieren kaputt sind! 🙏 Vorher war es immer normal, ca. 0,9, aber jetzt plötzlich 3,44! Ich hab in letzter Zeit öfter Müdigkeit gehabt, Beine schwellen ein bisschen an und ich pee weniger. Was bedeutet Kreatinin 3,44 bloß? Ist das Nierenversagen? Krebs? Hilfeeeee! Ich hab schon einen Termin beim Hausarzt, aber der sagt erst nächste Woche. Kann das von Dehydration kommen? Ich trink nicht genug, vielleicht. Oder Medikamente? Nehme Ibuprofen manchmal für Rückenschmerzen. Bin 52, Frau, übergewichtig. Kreatinin 3,44 macht mich panisch! 😱 Jemand der das kennt? Was soll ich tun? Diät? Wasser trinken? Bitte antwortet schnell! 🙏😭 Kreatinin 3,44 – ich sterb vor Angst!
Mitleid123 Mitglied seit 1 Jahr 09:45
Oh je @UniqueUsername123, das klingt echt scary! 😔 Du bist nicht allein, hab das auch durchgemacht ❤️. Mein Kreatinin war mal erhöht und ich hatte auch Panik. Atme tief durch, geh zum Arzt und trink viel. Wird schon werden! Habe umarmt!
GleichWertUser Forum-Neuling 16:32
> UniqueUsername123 sagte: Kreatinin 3,44 mg/dl!
Bei mir war es genau 3,44 auch! Vor 2 Jahren, Mann 58 Jahre. War akute Nierenentzündung durch Infekt. Nach Antibiotika und Flüssigkeit runter auf 1,1. Keine Panik, lass checken! Ultraschall machen lassen.
Dr. med. Cereceda Coto Facharzt Innere Medizin & Nephrologie • 22+ Jahre Erfahrung Verifizierter Arzt ✓ Verifiziert
BESTE ANTWORT
11:20

Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Cereceda Coto, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie mit über 22 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.

Zunächst einmal: Ein Kreatininwert von genau 3,44 mg/dl (oder 344 µmol/l) ist ein klarer Hinweis auf eine signifikante Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Der normale Bereich liegt bei Frauen etwa bei 0,5–1,1 mg/dl und bei Männern bei 0,7–1,3 mg/dl. Dieser Wert korrespondiert mit einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) nach CKD-EPI-Formel typischerweise im Bereich von 15–25 ml/min/1,73 m², abhängig von Alter, Geschlecht, Körpergewicht und Ethnie – also CKD-Stadium G4 (schwere chronische Nierenerkrankung) oder eine akute Verschlechterung.

Interpretation und Differentialdiagnostik (DD): Kreatinin 3,44 kann prärenal (z. B. Hypovolämie durch Dehydration, Herzinsuffizienz), renal (akute tubuläre Nekrose, Glomerulonephritis, interstitielle Nephritis, diabetische Nephropathie) oder postrenal (Harnabflussstörung durch Harnleiterstein, Prostatahyperplasie) bedingt sein. Häufigste Ursachen bei ambulanten Patienten: Chronische Niereninsuffizienz durch Hypertonie (40–50 % der Fälle), Diabetes mellitus (30 %), NSAID-Nephrotoxizität (wie Ibuprofen) oder Kontrastmittel. Seltener: Vaskulitis, Amyloidose oder multiple Myelome. Symptome wie Müdigkeit, Ödeme und Oligurie passen dazu.

Nächste diagnostische Schritte:

  • Anamnese: Dauer der Symptome, Medikamente (NSAIDs stoppen!), Vorerkrankungen (Diabetes, Bluthochdruck), Infekte, Flüssigkeitsstatus.
  • Labor: Wiederholtes Kreatinin (zur Bestätigung), Harnstoff, Elektrolyte (Hyperkaliämie?), Blutgas (Azidose?), Urinstatus (Proteinurie >1 g/d, Hämaturie, Leukozyturie), Albuminurie (ACR >30 mg/g), CK (Rhabdomyolyse?), HbA1c, Blutzucker.
  • Bildgebung: Nierenultraschall (Größe, Parenchym, Hydronephrose), ggf. CT/MRT bei Verdacht auf Obstruktion oder Tumor.
  • Weiteres: Nierenbiopsie bei unklarer Ursache (z. B. GN), EKG (Hyperkaliämie), Echokardiogramm (Herzursache).

Therapeutisches Management: Sofortmaßnahmen: Flüssigkeitsgabe bei Dehydration (1–2 l/Tag, aber vorsichtig bei Ödemen), NSAIDs absetzen, Blutdruck senken (

Prognose: Stark abhängig von Ätiologie und Komorbiditäten. Bei reversibler AKI (z. B. Dehydration) oft vollständige Erholung innerhalb Wochen. Bei CKD G4: Progressionsrisiko 5–10 ml/min/Jahr ohne Therapie; mit RAAS-Blockade/SGLT2i Verlangsamung um 30–50 %. 5-Jahres-Überleben ca. 50–70 %, sinkt bei Dialysebedarf. Frühe Intervention verbessert Outcome massiv – viele Patienten leben jahrelang stabil.

Empfehlung: Dringend nephrologisch vorstellen lassen! Bis dahin: Viel trinken (falls kein Ödem), keine NSAIDs, BP messen. Das ist behandelbar!

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie

UniqueUsername123 Neues Mitglied 18:40

UPDATE: Danke Dr. med. Cereceda Coto! 🙏 Habe Ultraschall gemacht, keine Obstruktion. Kreatinin immer noch 3,44, aber Nephrologe sagt chronisch durch Bluthochdruck. Starte Ramipril und Diät. Fühle mich besser informiert!

AntwortUser456 Mitglied seit 3 Jahren 13:55
> Dr_CerecedaCoto_MD: super Erklärung!
@UniqueUsername123 Gut zu hören! Bei mir mit 3,44 war's Diabetes, jetzt SGLT2 und stabil. Bleib dran!
NierenKrieger88 Forum-Held 10:12
Toller Thread! Mein Kreatinin war auch 3,44 nach Op, jetzt normal. Dr. med. Cereceda Coto hat recht – Nephrologe ist key. Viel Erfolg allen!

Medizinisch geprüft: 1. August 2025 von Dr. med. Cereceda Coto

Medizinischer Hintergrund

Dieser Beitrag spiegelt persönliche Erfahrungen und Fragen wider. Eine allgemeine medizinische Einordnung finden Sie hier:

Kreatinin-Wert – medizinischer Überblick