Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Cereceda Coto, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie mit über 22 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.
Ein Kaliumwert von exakt 6,9 mmol/l (Referenzbereich typischerweise 3,5–5,0 mmol/l) stellt eine schwere Hyperkaliämie dar, die nephrologisch urgentes Handeln erfordert. Dieser Wert ist potenziell lebensbedrohlich, da Kalium die Herzexzitabilität stark beeinflusst und zu lebensgefährlichen Arrhythmien führen kann. Lassen Sie uns das Schritt für Schritt durchgehen.
Interpretation des Werts: Hyperkaliämie ≥6,5 mmol/l gilt als schwer. Bei 6,9 mmol/l besteht hohes Risiko für EKG-Veränderungen wie Peaked T-Wellen, Verbreiterung des QRS-Komplexes, P-Wellen-Aussetzer oder sogar Sinusrhythmusstörungen bis hin zum Asystolie. Pseudohyperkaliämie (z. B. durch Hämolyse der Probe) ausschließen: Wiederholung des Blutabnehmens unter Vakuum oder arterielle Probe. Bei UniqueUsername123: Erwähnte Symptome (Herzrasen, Muskelsschwäche, Übelkeit) passen klassisch; eGFR 55 deutet auf CKD Stadium 3a hin, Risikofaktor Nr. 1.
Ursachen (Ätiologie): Primär renal: Akute oder chronische Niereninsuffizienz (80 % der Fälle in Nephrologie). Redistribution: Azidose, Insulinmangel, Beta-Blocker. Vermehrte Aufnahme: ACE-Hemmer/ARBs (wie Lisinopril!), Kalium-sparende Diuretika, NSAR, Ergänzungsmittel. Adrenale Insuffizienz (Addison), Rhabdomyolyse, Tumorlyse. Häufig kombiniert: CKD + ACEi + kaliumreiche Kost (Bananen).
Differentialdiagnose (DD): Echtes vs. Pseudo (Hämolyse, Thrombopenie). Akut vs. chronisch (EKG entscheidend). Nierenbezogen: AKI (Prärenal post-Diuretika, renal glomerulär/interstitiell, postrenal Obstruktion). Extrarenal: Hypoaldosteronismus (Hyporeninämie bei Diabetes), Medikamente.
Nächste Schritte (Diagnostik): 1. Sofort-EKG! 2. Wiederholtes Serum-Kalium + Na, Krea, Harnstoff, eGFR, Anionenlücke, Blutgas (Azidose?). 3. Urin: Kalium, Natrium, Osmolalität (TKG-Index:
Akutmanagement (Leitlinien KDIGO/ESRD): ABC-Regel, Monitoring. Stabilisierung: IV Calciumgluconat 10–20 ml 10%ig (innerhalb 2–3 Min, schützt Herz 30–60 Min). Kaliumsenkung: 1. Insulin-Glukose (10 E Insulin + 50 ml 50% Glukose). 2. Beta-2-Agonisten (Salbutamol Inhalation). 3. Bikarbonat bei Azidose. Elimination: Kayexalat (PSPK, 15–30 g oral/rektal), Schleifendiuretika bei Restfunktion, Dialyse bei >6,5 + EKG-Störung oder anurie. Ursachenbeseitigung: ACEi absetzen, kaliumarme Diät (
Langfristmanagement/Prognose: Abhängig von Ursache: Bei CKD optimieren (RAAS-Blocker anpassen, SGLT2i prüfen). Regelmäßige Kontrollen. Prognose gut bei rascher Therapie (Mortalität
UniqueUsername123: Gehen Sie UMGEHEND in die Notaufnahme! Rufen Sie den Rettungsdienst bei Herzrasen. Das ist behandelbar – viele Patienten mit 6,9 sind heute symptomfrei.
Quellen/Referenzen:
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
Medizinisch geprüft: 3. August 2025 von Dr. med. Cereceda Coto
Dieser Beitrag spiegelt persönliche Erfahrungen und Fragen wider. Eine allgemeine medizinische Einordnung finden Sie hier: