Hallo Leute, ich bin total panisch! Heute kam mein Blutbild zurück und meine Harnsäure ist EXAKT 9 mg/dl! Das ist doch viel zu hoch, oder? Ich hab solche Angst, dass ich jetzt Nierenprobleme hab oder Gicht krieg oder so was Schlimmes! 🙏😭 Der Arzt hat nur gesagt, dass es erhöht ist, aber nichts Genaueres. Harnsäure 9, was bedeutet das bloß? Ich esse normal, trink ab und zu Bier, aber nicht übertrieben. Bin 42, männlich, kein Übergewicht. Hab schon im Internet gesucht, aber alles sagt Hyperurikämie, Gicht, Nierenversagen... Hilfeeeee! Ist das lebensgefährlich? Muss ich Medis nehmen? Harnsäure genau 9, das kann doch nicht normal sein! 😰 Hab auch leichte Rückenschmerzen, ist das schon der Anfang von Steinen? Bitte, jemand der das kennt, erzählt mir, was ich tun soll! Harnsäure 9 mg/dl starrt mich an und ich flippe aus. 🙏🙏 Morgen wieder zum Arzt, aber bis dahin dreh ich durch. Tippfehler sorry, zu aufgeregt. Harnsäure 9... hilft jemand?
> Hallo Leute, ich bin total panisch! Heute kam mein Blutbild zurück und meine Harnsäure ist EXAKT 9 mg/dl!
Hey @UniqueUsername123, bei mir war es genau 9 auch! Letztes Jahr, panische Angst gehabt. War purinreiche Ernährung (viel Fleisch), plus Dehydrierung. Weniger Fleisch essen, viel trinken (3L Wasser/Tag), und nach 3 Monaten war's auf 5,5 runter. Keine Gicht oder so. Bleib ruhig, ist machbar!
Du bist nicht allein, @UniqueUsername123! Hab das auch durchgemacht ❤️. Harnsäure genau 9 bei mir, pure Panik. Aber mit Tee (Brennnessel) und low-purin Diät hat's geklappt. Viel trinken! Drück die Daumen für dich.
Bei mir war Harnsäure 9 durch Medis (Diuretika). Nach Wechsel runter. Lass Nierenwerte checken (Kreatinin, GFR). Nicht immer Gicht!
Hallo zusammen,
ich bin Dr. med. Cereceda Coto, Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie mit über 22 Jahren klinischer Erfahrung. Ich habe bereits sehr viele Patienten mit genau diesem Laborwert betreut und möchte Ihnen hier gerne helfen.
Vielen Dank für Ihre offene Schilderung, @UniqueUsername123. Ein Harnsäurewert von exakt 9 mg/dl (ca. 535 µmol/l) liegt deutlich über dem Referenzbereich (Männer: 3,4–7,0 mg/dl; Frauen: 2,4–6,0 mg/dl) und wird als Hyperurikämie klassifiziert. Als Nephrolge liegt mein Fokus auf der renalen Beteiligung, da die Nieren etwa 70–90 % der Harnsäureausscheidung übernehmen. Lassen Sie uns das Schritt für Schritt betrachten.
Interpretation des Werts: Hyperurikämie entsteht durch eine Kombination aus erhöhter Produktion (endogen/exogen) und/oder verminderter renalen Elimination. Bei 9 mg/dl besteht ein Risiko für Harnsäurekristalle (Mononatriumurat), die zu Gichtattacken, Uratnephropathie oder Harnsäuresteinen führen können. Nephrolgisch relevant: Chronische Hyperurikämie beschleunigt die Progression chronischer Nierenerkrankungen (CKD), da sie glomeruläre Hypertonie und Fibrose fördert. Studien zeigen, dass persistente Werte >9 mg/dl mit einem 2–3-fachen Risiko für CKD Stadium 3 assoziiert sind.
Ursachen (Differentialdiagnose, DD):
- Renale Ursachen (häufigst bei Nephrolgen, 60–90 % der Fälle): Verminderte tubuläre Sekretion durch CKD (reduzierte GFR), proximale Tubulusdysfunktion, Säurebelastung oder kompetitive Inhibitoren (z. B. Laktat bei Dehydrierung).
- Produktionssteigerung: Purinreiche Ernährung (Fleisch, Innereien, Bier), endogene Überproduktion (Lesch-Nyhan-Syndrom, Tumorlyse, Psoriasis).
- Medikamentös: Diuretika (Thiazide, Schleifendiuretika), Low-Dose-Aspirin, Cyclosporin – häufig in nephrologischer Praxis.
- Andere: Hypothyreose, metabolisches Syndrom, Alkoholabusus, Fasten.
Nächste Schritte (Diagnostik):
- Erweiterte Labordiagnostik: Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff, eGFR via CKD-EPI), Elektrolyte, Albuminurie (ACR), 24-h-Harnsäureausscheidung (>600 mg/Tag = Überproduzent).
- Bildgebung: Nierenultraschall (Steine, Hydronephrose), ggf. CT bei Verdacht auf Uratkolik.
- Weiteres: Harnsäuresättigung (Ziel
Management (nephrologisch orientiert):
- Konservativ (1. Linie): Hydration (2–4 l/Tag, isotonisch), purinarme Diät (Fleisch 25.
- Pharmakologisch: Bei persistenter Hyperurikämie oder Symptomen: Xanthino-Oxidase-Inhibitoren (Allopurinol 100–300 mg/Tag, Start low-go-slow bei GFR
- Nephroprotektion: Blutdruckkontrolle (
Prognose: Exzellent bei früher Intervention. 80–90 % der Patienten erreichen Zielwerte
Bitte suchen Sie umgehend Ihren Nephrolgen oder Hausarzt auf – das ersetzt keinen individuellen Rat. Ich hoffe, das klärt Ihre Ängste!
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med. Cereceda Coto
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie
UPDATE: Danke Dr. med. Cereceda Coto! War beim Nephrolgen, eGFR top, nur Ernährung anpassen. Harnsäure nach 1 Woche schon auf 7,8! 🙏
> Ein Harnsäurewert von exakt 9 mg/dl...
Super Erklärung vom Doc @Dr_CerecedaCoto_MD! Harnsäure 9 bei mir auch, Allopurinol wirkt Wunder. Viel Trinken!
Liebe Grüße, Max